1. Gesellschaftliche Situation vor 1933

Um eine Veränderung der Juristenausbildung in Deutschland unter dem Einfluss des nationalsozialistischen Herrschaftsregimes reflektieren zu können, ist vorerst eine Darstellung der gesellschaftlichen Verhältnisse jener Zeit vor der Machtergreifung notwendig. Dabei werden vor allem die Bereiche der Politik, Wirtschaft und Juristerei beleuchtet werden.

1.1. Politisch

Durch die Niederlage im 1. Weltkrieg von 1918 und den Versailler Friedensbestimmungen verschärften sich die Spannungen und Klassengegensätze im deutschen Volk. Dadurch kam besonders unter bürgerlich-nationalen Kreisen der Bevölkerung "Republikverdrossenheit" auf. Das Kleinbürgertum, dem das Wesen der Demokratie fremd war, sah im aufkommenden Nationalsozialismus seine letzte Hoffnung auf Überwindung seiner wirtschaftlichen Probleme und der inneren Schwierigkeiten Deutschlands. Die Sehnsucht nach einer starken, autoritären Führung erschien wichtiger als die Sicherung individueller Freiheitsrechte.

1.2. Wirtschaftlich

In wirtschaftlicher Hinsicht war es um die Weimarer Republik nicht gut bestellt. Die eintretende Inflation zerrüttete das deutsche Sozialgefüge und die außenpolitischen Belastungen der Weimarer Republik (Reparationszahlungen) waren substanzzehrend. Den endgültigen "Todesstoß" für die Wirtschaft und damit auch für die gesamte Weimarer Republik gaben dann die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise von 1929 auf Deutschland.


Geschichte der Juristenausbildung

Seminararbeit: "Die Juristenausbildung unter dem Einfluss nationalsozialistischen Gedankengutes"






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