3. Einfluss der NS-Ideologie auf die Juristenausbildung

3.2. Auswirkungen der Justizausbildungsordnung vom 4.1.1939

Nach vier Jahren Geltungsdauer wurde schließlich eine neue JAO erlassen. Der unmittelbare Anlaß zur Neufassung war der Anschluß von Österreich und dem Sudetenland an das deutsche Reich. Grundsätzliche Änderungen, soweit es um das Studium ging, im Vergleich zur JAO (1934) brachte sie jedoch nicht.96 Lediglich Abweichungen im Bereich gewählter Formulierungen sind zu verzeichnen gewesen97.

4. Schlussbetrachtung

Wie die vorliegende Darstellung zeigen sollte, wurde auch die Juristenausbildung erheblich mit der nationalsozialistischen Ideenlehre infiziert. Dabei erkannte die NS-Führung auch richtig, dass die Einflussnahme auf ein noch junges Mitglied der Volksgemeinschaft sehr wirksam sein konnte, wo im Gegensatz dazu, der ideologischen Beeinflussung einer gefestigten Persönlichkeit Grenzen gesetzt waren. Aus diesem Grunde erhielt die Ausbildung der jungen Studenten einen ganz besonders hohen Stellenwert in der Heranziehung politischer Wahrer des NS-Rechts. Besonders mit den Erneuerungen der JAO von 1934 versuchte man dem Ziel „des vom Nationalsozialismus durchtränktem Juristen“ näher zu kommen.


Fußnoten:

96) vgl. dazu Pientka, S. 58.
97) ders., aaO.


Geschichte der Juristenausbildung

Seminararbeit: "Die Juristenausbildung unter dem Einfluss nationalsozialistischen Gedankengutes"






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